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[4] Orkan und Sintflutregen: Klimawandel oder einfach Wetterpech?

Die Begriffe Klima und Wetter werden gerne verwechselt, was immer wieder zu Missverständnissen führt (Gefragt nach Klimawandel, brachte Donald Trump es mal kurz und falsch auf den Punkt: „Es wird kälter, es wird wärmer: man nennt es Wetter“1)

Was ist Wetter?

Was wir wahrnehmen, sind beeindruckende Wetterereignisse wie Regengüsse wie im 2017er Sommer, die Berlins Keller fluteten, es sind Orkane wie Wiebke 1990, Lothar 1999, Andrea 2012 (alle über 270 km/h). Das sind Wetterereignisse und es gab sie natürlich immer schon.

  • Ein Windsäuseln, ein Böe, ein Orkan: Das ist Wetter.
  • Schauer, Wolkenbruch, sintflutartiger Dauerregen: ist Wetter.
  • Sommersonne, Schwüle, Hitzewelle: Wetter.
Unwetter ist nicht Klimawandel. Aber Klimawandel verstärkt manches Unwetter (Tagelanger Dauerregen in Berlin-Frohnau, 29. Juli 17)

Das Umweltbundesamt definiert: „Wetter ist der physikalische Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem kurzen Zeitraum von Stunden bis hin zu wenigen Tagen.“2 Wikipedia: „Ein spürbarer, kurzfristiger Zustand der Atmosphäre.“ 3

Was ist Klima?

Klima ist das Durchschnittswetter über einen langen Zeitraum, 30 Jahre oder mehr.

Wetter ist unmittelbar, und wir reagieren unmittelbar darauf. Wir ziehen uns warm an, wir nehmen einen Regenschirm mit oder sagen einen Ausflug ab. Aber Klima? 30 Jahre im Voraus planen wir keine Ausflüge. Wir wissen nicht einmal, wo in 30 Jahren wir leben werden und ob. Über einen so langen Zeitraum denken wir allenfalls bei der Rentenerwartung nach.

Der für den Menschenverstand entscheidende Unterschied ist die Zeitspanne. Klima können wir nicht begreifen, es bleibt noch abstrakter als „Umwelt“. So motiviert uns das Wort „Klimaschutz“ kaum zum Handeln (Machen das nicht schon die Klimaschützer, Umweltschützer, Politiker?).

Das Umweltbundesamt definiert: „Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO – World Meteorological Organization) mindestens 30 Jahre“4


1. Donald Trump im Wahlkampf 2016, https://youtu.be/Mdqc27I7HGA

2. Umweltbundesamt, https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-ist-eigentlich-klima abgerufen 24. September 2017

3. Hält das Wetter etwas länger an, heißt es Witterung. Dies der Vollständigkeit halber.

4. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-ist-eigentlich-klima, abgerufen 24. September 2017


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